Schon wieder Digitalisierung

„Deutsche sehen Digitalisierung positiv“

So steht es in meiner Tageszeitung. Angeblich sehen 75 Prozent der Deutschen die Digitalisierung als Vorteil für unser Land, hat das Handelsblatt in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. 84 Prozent finden es wichtig, dass Deutschland eine Spitzenposition auf diesem Gebiet einnimmt.

Stellt man mir die Frage, wie ich den digitalen Galopp über alle analogen, humanen und sozialen Hürden hinweg bewerte, entsteht irgendwie ein Sprachloch. Warum? Weil ich zu viele Dinge sehe, die ich an dieser Stelle einfach zur Diskussion stelle.

Industrie und Logistik 4.0, Clouds als Zentren, Rechner als Chefs, autonome Fahrzeuge, Drohnen, Automaten, Roboter, totale Überwachung… Die Maschinen erledigen für uns die Arbeit.

Wir schreiben das Jahr 2020. Weiterlesen

Kleine Batteriekunde: Blei vs LI

„Die Zukunft gehört dem, der als erster die Kraft der Sonne in den Tank packt, mit Wasserstoff überholt oder CO2-frei vorankommt.“
(Horst Köhler, 14. Januar 2010, damals noch Bundespräsident)

Für jemanden, der nicht aus der Elektrobranche kommt, ist es oft nicht einfach, dass ganze Fachchinesisch zu verstehen. Hat man die Grundlagen einmal verstanden, ist es sehr hilfreich kein Fachmann zu sein, will man sein Wissen weitergeben. In diesem Artikel geht es also nicht um die Feinheiten der unterschiedlichen Technologien, sondern er soll vielmehr ein Ratgeber sein und einen ersten verständlichen Einblick verschaffen. Die Elektromobilität hängt am Faden der Batterietechnik. Lithiumbatterien als Energiespender sind in letzter Zeit in aller Munde. Aber was ist an dieser Batterieart so besonders und ist sie wirklich so teuer und was rechtfertigt den Preis?

Für Nicht-Experten
Wir nehmen zwei Wasserkanister mit je 50 Liter Fassungsvermögen. In einem versenken wir einen Schwamm, der 25 Liter Wasser aufsaugen kann. Der andere bleibt wie er ist. Wir füllen beide mit Wasser. Der Kanister ohne Schwamm ist schnell befüllt, der mit Schwamm braucht länger um die 50 Liter komplett aufzunehmen, weil der Schwamm das Wasser nicht so schnell aufsaugt. Beim Ausgießen des Wassers ist es genauso.

Der Kanister ohne Schwamm ist unsere Lithium Batterie, wir können bis zum Schluss das Wasser mit hoher Geschwindigkeit entnehmen und direkt wieder befüllen. Dabei ist es egal, ob der Kanister halb voll oder fast leer ist. So ist es auch mit dem Strom aus der Lithium Batterie.

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Menschen kaufen am liebsten bei Menschen!?

Thema: der digitale Vertrieb

„Jau!“ Der Mann sitzt mir gegenüber, ist ein Mittfünfziger wie ich und Verkäufer. Allerdings ein analoger. „Ich fahre immer persönlich zu meinen Kunden. Die kennen mich, schätzen meinen Rat. Die würden nicht übers Internet kaufen“, sagt er. Ich nicke und frage ihn, wie hoch denn seine Abschlussquote sei. Nach einer kurzen wenn-Blicke-töten-könnten-Pause antwortet er mit tiefer, sonorer Stimme: „Gut!“

„Und woher haben die Kunden, die nicht bei ihnen kaufen, die Maschinen geliefert bekommen? Woher haben die die Informationen über die Wettbewerbsgeräte?“ Stille. „Wie kommen sie denn an neue Interessenten? Machen sie noch Überlandpartien?“ Mein Gegenüber schaut auf seine Uhr, steht auf und geht: „Ich habe noch einen Termin. Entschuldigung, ich muss dann mal…“

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Ups – Wo ist Mitsubishi hin? Oder die Frage nach dem Wert von Ranglisten…

In jedem Menschen steckt etwas, dass ihn antreibt! Manchmal bedarf es eines Triggers, eines Auslösers, der wie auch immer geartet dafür sorgt, dass wir in einer bestimmten Situation tun, was wir tun. Psychologen versuchen das Trigger-Geheimnis schon seit Menschengedenken zu lüften…

Manchmal reichen ein Bild oder ein Wort, ein kurzer Blick, ein sanfter Ton und wir rasten aus, weinen, schreien, schlagen, brechen zusammen oder werden zu Extremschmusern, Killern, Freund oder Feind.

Was den Redakteur der Staplerworld Ausgabe Dezember 2016 antrieb, als er in der Weltrangliste „THE RANKING 2015/2016“ den Hersteller Mitsubishi Nichiyu Forklift vergaß, wissen wir nicht – zumal die Zeitschriften „dhf“ und das „Logistik Journal“ den japanischen Flurförderzeuge-Hersteller in ihren Weltranglisten unisono auf Platz 6 setzen. Was die deutsche Niederlassung von Mitsubishi Gabelstapler dazu in welcher Lautstärke sagte, als sie die Liste – da isser wieder der Trigger – sah, überlasse ich hier der Phantasie des Lesers.

Die Chefredaktion der Staplerworld kann sich das Dilemma des Vergessens nur so erklären, dass man wohl bei Mitsubishi auf eine e-mail Anfrage nicht geantwortet hat. Und eine nicht gegebene Antwort ist noch kein Auslöser für irgendeine Art von weiterer Reaktion oder gar einem Nachfassen. Das der Redakteur, der die Weltrangliste bearbeitet hat, nicht gemerkt hat, das einer der großen Player fehlte, löste auch nichts aus – dumm gelaufen. Ergo: Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt, aber nicht jeder hat es schon gefunden.

Ihr Nachdenktriggerms-portrait
Manfred Suthues

Tödliche Unfälle mit Staplern einfach vermeiden

Die häufigste Ursache für schwere Unfälle mit Staplern ist mangelnde Ausbildung und Unachtsamkeit der Fahrer – zu diesem Schluss kommt eine Studie der Europäischen Arbeitsschutzorganisation (OSHA). Vor allem umkippende Stapler können meist massive Kopf- und Brustverletzungen verursachen. Dabei wäre schon ein einfacher Sicherheitsgurt die Lösung.

Warum kippen Stapler?

Gabelstapler können aus den unterschiedlichsten Gründen kippen, in den meisten Fällen ist jedoch schlechte Fahrweise und mangelnde Kenntnis von Stabilität und Schwerpunkt des Staplers Kern des Problems. Fahrlehrer wissen wie schwierig es ist die so genannte Stabilitätspyramide zu vermitteln: Dabei ist sie das wichtigste Konzept.

Das Fundament dieser Stabilitätspyramide bildet ein Dreieck – selbst bei einem Vierradstapler. Die Basis der Pyramide verbindet die beiden Vorderräder auf dem Boden mit dem Pendelpunkt der hinteren Lenkachse. Hinzu kommt, dass Lasten, die bei geringer Hubhöhe sehr stabil sind, mit zunehmender Höhe immer instabiler werden. Auch Beschleunigung und Abbremsen lassen weitere Kräfte wirken, die den Höhenschwerpunkt verschieben und die Gefahr erhöhen, dass der Stapler kippt.

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