Keine Chance für Stapler-Diebe

„Connect“-System von Linde und Berliner Polizei schneller als die Diebe.


Moderne Gabelstapler sind miteinander vernetzt und verfügen über ein digitales Fahrtenbuch. Das wurde jetzt Dieben zum Verhängnis, die in Berlin-Friedrichshain einen Stapler hatten stehlen wollen: Im Aschaffenburger Hauptsitz des Herstellers Linde Material Handling konnte der Standort des fehlenden Staplers ermittelt werden.

Gelegenheit macht Diebe – doch in diesem Fall war die Software schneller! Für ein Sportevent in der Hauptstadt hatte ein Berliner Unternehmen drei Gabelstapler beim Linde-Netzwerkpartner Trafö GmbH in Wustermark (Brandenburg) gemietet. Nach dem Ende der Veranstaltung wurden die Stapler in der Karl-Marx-Allee in Berlin-Friedrichshain abgestellt. Doch als ein Lkw-Fahrer die Fahrzeuge wieder abholen wollte, fehlte eines. Schnell war klar: Der Stapler war gestohlen worden.

„Wir haben sofort Anzeige erstattet“, sagt Trafö-Geschäftsführerin Ulrike Heinemann. Sie machte die Polizei auch gleich auf die Tatsache aufmerksam, dass der gestohlene Gabelstapler mit dem „connect“-System von Linde ausgestattet ist. Die Kriminalpolizei kontaktierte daraufhin die Linde-Zentrale in Aschaffenburg, wo die Standortinformation des fehlenden Staplers am Computer ausgelesen werden konnte.

Kriminalkommissar Sören Tandel war beeindruckt: „Die verbaute Ortungstechnik war hauptsächlich dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug so zeitnah nach der Anzeigenerstattung gefunden werden konnte“.


Gerade einmal zwei Stunden später konnte die Berliner Polizei den Stapler sicherstellen: Er war nur wenige hundert Meter entfernt am Rand einer Seitenstraße in einem Gebüsch abgestellt worden, versteckt unter einem Schleppdach. „Wir vermuten, dass die Diebe den Stapler hierher beiseitegeschafft hatten, um ihn später in aller Ruhe abholen zu können“, sagt Trafö-Geschäftsführerin Heinemann. Dazu konnte es nun nicht mehr kommen – dank der digitalen Vernetzung des Gabelstaplers.

Auch die Berliner Polizei war von der Technologie beeindruckt. „Die verbaute Ortungstechnik war hauptsächlich dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug so zeitnah nach der Anzeigenerstattung gefunden werden konnte“, sagt Kriminaloberkommissar Sören Tandel. Zwar hätte auch ein Passant den ungewöhnlich geparkten Stapler finden und die Polizei darauf aufmerksam machen können. Doch das wäre womöglich erst nach einigen Tagen geschehen.

Kriminaloberkommissar Tandel zufolge ist der Verbau und die Aktivierung von Ortungseinrichtungen für die Strafverfolgungsbehörden inzwischen oft die einzige Möglichkeit, um einen Schadenseintritt noch zu verhindern. „Wir freuen uns sehr, dass unsere connect-Software helfen konnte, einen Diebstahl zu verhindern“, sagt Manuel Möller aus der Abteilung Business Solution bei Linde Material Handling. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei hervorragend gewesen: „Wir haben große Achtung davor, wie schnell die Berliner Polizisten den Stapler vor Ort sicherstellen konnten“, so Möller.

Der eigentliche Zweck des connect-Systems von Linde ist indes nicht das Aufspüren von gestohlenen Staplern. „Mit der Software bieten wir unseren Kunden volle Transparenz über ihre Flotte“, sagt Manuel Möller von Linde. Die Anwendung erfasst unter anderem Betriebsstunden, regelt den Zugang zum Fahrzeug, dokumentiert Rempler und Ausfallzeiten oder informiert über anstehende Wartungen. Dennoch: Die Diebe dürften verstanden haben, dass sie von den roten Linde-Staplern in Zukunft lieber die Finger lassen. Geschnappt sind sie bisher noch nicht: Die Kriminalpolizei ermittelt.

Text und Bild: Linde

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