Hyster: „Checker Device“ für Leercontainer

Ein Prüfer begutachtet den Container direkt im Hamburger HCS Depot.

Ein Prüfer begutachtet den Container direkt im Hamburger HCS Depot.

Nach zweijähriger Entwicklungszeit stellt Hyster jetzt den „Checker Device“ für Leercontainerstapler vor. Die Haltevorrichtung zur Überprüfung von Containern arbeitet mit hydraulisch ausfahrbaren Stützen, die direkt mit dem Hubgerüst verschweißt sind. Eine Lichtampel und eine akustische Warnung signalisieren dem Prüfer, wann der Spreader fest arretiert ist und den Container in seiner Position hält. Damit vereinfacht Hyster die Arbeitsabläufe bei der Begutachtung der Container durch den Checker deutlich.

Mit dem neuen Checker Device entfallen bisher übliche Verfahren, bei denen die Frachtbehälter für eine Überprüfung auf Böcken abgesetzt werden. Durch den Einsatz des Checker Device kann bei der Inspektion ein kompletter Arbeitsgang eingespart werden. Der Ablauf im Leer-Container-Depot wird dadurch insgesamt erheblich beschleunigt.

Hyster entwickelte die innovative Lösung auf Anregung der Hamburger Container Service GmbH (HCS), wo die ersten serienmäßig mit Checker Device ausgestatteten Leercontainerstapler H22XM-12EC eingesetzt werden. „Wir wollen die leeren See-Container so schnell und effizient wie möglich auf Schäden prüfen“, sagt HCS Geschäftsführer Dr. Roland Karnbach. „Mit Hilfe der neuen Haltevorrichtung für den Spreader kann der Prüfer jetzt um den Container herumgehen, ohne ihn abzusetzen.“ Das spart vor allem Zeit und ermöglicht eine schnellere Inspektion beschädigter Container. Nach und nach wird HCS alle Leercontainerstapler mit dem innovativen System ausstatten. HCS wird dabei von dem in Hamburg ansässigen Hyster Händler NORGATEC betreut.

Hydraulische ausfahrbare Stützen halten den Spreader mit Container fest in Position.

Hydraulische ausfahrbare Stützen halten den Spreader mit Container fest in Position.

Der Clou des Checker Device ist, dass der Staplerfahrer nach der Arretierung des Spreaders den Stapler in der so genannten Inspektionsposition auch nicht mehr bewegen kann. Das ermöglicht es dem Prüfer, den Container nicht nur von allen Seiten, sondern auch von der Unterseite zu untersuchen.

Hyster ist der einzige Hersteller von Flurförderzeugen, der selbst eine Lösung für die Überprüfung von Containern entwickelt hat. Dabei wird der Checker Device nicht als Anbaugerät verwendet, sondern ist Bestandteil des Hubgerüst und des Spreaders. Bei Bedarf fixiert die Haltevorrichtung den Container auf einer Höhe von 1,9 Metern.

„Wir konzipieren unsere neuen Systeme genau nach den Wünschen unserer Kunden“, sagt Norbert Brünell, Senior Product Strategy Manager Big Trucks EMEA bei Hyster in Nijmegen, Niederlande. „Im Vordergrund steht dabei, die Produktivität beim Einsatz der Flurförderzeuge zu erhöhen und die Gesamtbetriebskosten zu verringern.“ Der innovative Checker Device wurde vom Special Engineering Departement (SPED) im niederländischen Nijmegen entwickelt, wo Hyster die Großstapler für den Weltmarkt fertigt.

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