Konecranes: Neuer Reach Stacker mit bis zu 78 Tonnen Tragkraft

Foto1_Konecranes_Euroports_1Extrem stark, aber mit einem besonderen Haken – neuer Reach Stacker für EUROPORTS in Rostock

Auf Grund der Spezialisierung von EUROPORTS unter anderem auf Schwergutumschlag, gilt das Terminal am Seehafen Rostock innerhalb der EUROPORTS Gruppe als Competence Center. Mit 22 Terminals in Europa und zwei in Asien, ist EUROPORTS ein inter­national tätiger Hafenterminalbetreiber. Im Jahr 2014 wurden rund 3.500 Schwergutcolli für namhafte Windkraftanlagenhersteller umgeschlagen. Dies beinhaltet neben dem seeseitigen Umschlag auch die Just-in-Time-Produktionsversorgung von Rohkompo­nen­ten. „Gewichtigste“ Komponente der derzeitigen 5-Megawatt-An­lagen sind die rund 50 Tonnen wiegenden Maschinenhäuser. Deren Gewichte steigen von Generation zu Generation. „Der neue Reach Stacker wird durchschnittlich 10 Anlagenteile pro Tag umschla­gen“, betont Terminalmanager Karsten Witt. Das ent­spricht rund 1.000 Betriebsstunden im Jahr – ein Beweis, wie not­wendig diese Inves­tition ist. Um die Anlagenteile von Lastwagen zu ent­la­den und ins Zwischenlager am 2,7 Kilometer langen Pier II im Rostocker Hafen zu fahren, nutzt EUROPORTS seit Jahren Reach Stacker für den Landumschlag. Für den Schiffsumschlag werden die Kaikrane mit bis zu 100 Tonnen Tragfähigkeit im Tandem­betrieb eingesetzt.

Pier II im Seehafen Rostock ist mit 2.680 Meter Kailänge der uni­versellste Teil des Hafens, auf 105.000 Quadratmetern lagern die Großkomponenten, weitere 63.000 Quadratmeter Hallenfläche ergänzen das Angebot. Sämtliche Lagerflächen haben Straßen-, Gleis- und Wasseranschluss. Aber auch im RoRo-Bereich werden Windkraftanlagen durch die EUROPORTS Papier-Lager- und Umschlaggesellschaft (eine weitere Tochter von EUROPORTS Germany) umgeschlagen. Da die Komponenten immer schwerer werden, stießen die existierenden Geräte an ihre Leistungs­gren­zen. Der neue im schwedischen Markaryd gefertigte Konecranes-Reach Stacker kann über 60 Tonnen frei verfahren und abgestützt 78 Ton­nen heben.

Die drei Kooperationspartner Euroports, Service-Partner Ferdi­nand Schultz Nachfolger Fördertechnik GmbH und Konecranes Lifttrucks analysierten die Prozesse und besonderen Anforde­rungen in der täglichen Hafenarbeit. Ergebnis ist ein Schwer­last­stapler mit herausragenden Fähigkeiten: „Der neue Spezialstapler ist mit seiner Tragkraft von bis zu 78 Tonnen und der hydrau­li­sch­en Abstützung enorm leistungsstark. Zusätz­lich senkt die variable Pumpenkapazität den Kraftstoffverbrauch und reduziert die Bean­spruchung“, sagt Ralf Gowin von Konecranes Lifttrucks in Bremen.

Euroports GCT rechnet mit deutlich steigendem Umschlag von bis zu 5.000 schweren Offshore-Anlagenteilen. Der Bargehandler-basierte Reach Stacker ist darauf mit seiner Spezial­ausstattung vor­bereitet. Ein eigens konzipierter Schwerlasthaken und die automa­tisierte, ladungsabhängige Geschwindigkeitssteuerung ermö­gli­chen den sicheren Transport. Um gleichzeitig eine lange Lebens­dauer zu gewährleisten, verfügt der Reach Stacker über moderne Technik und ist einfach zu warten. „Dank des GSM-basierten Über­wachungs­systems haben wir den Zustand des Staplers jederzeit im Blick. Bei Beschädigungen meldet sich das System auto­matisch. Das macht die Wartung effizienter“ sagt Ralf Gowin. Auch der Fahrer behält den Überblick: Die geräusch- und vibrationsgedämpfte Kabine des Reach Stackers ist per Knopf­druck hydraulisch um 2,90 Meter verschieb­bar und bietet mit der integrierten Rückfahrkamera beste Sicht für sicheres Arbeiten.

Der Reach Stacker SMV 4545 TBX 5 hat einen Radstand von 8,00 Metern, eine Hubhöhe von 15,40 Metern und eine hohe Trag­kraft: Bis zu 61 Tonnen können frei verfahren werden. Im Stand erhöht sich die Tragfähigkeit mit hydraulischer Abstützung auf

78 Tonnen. Mittels eines regenerativen Hub-Systems ist die Hub-Geschwindigkeit erhöht und das Syncronhub-System sorgt zusätz­lich für eine gleichmäßige Bewegung der Schwerlasten. Auch künftige Aufgaben für den Hafenbe­trei­ber wurden bei der Spezial­konstruktion berücksichtigt: Aufgrund der Vorrüstungen wie der Hydraulikanschlüsse am Auslegerkopf kann der Reach Stacker kurzfristig zum Spreader für das Con­tainerhandling umgebaut werden. „Wir haben jetzt einen Reach Stacker im Einsatz, der unseren hohen Anforderun­gen im Schwerlastbereich genau entspricht. Damit können wir die Anlagenteile der Windkraftan­lagen deutlich effizienter und sicherer transportieren“, sagt Karsten Witt und ergänzt: „Schon heute verladen wir rund zehn Windkraft­anlagen täglich und erwarten in Zukunft eine deutliche Zunahme. Deshalb ist der neue Reach Stacker umso wichtiger für unser Wachstum am Seehafen Rostock.“

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