SANY: Erster Reach Stacker im Hamburger Hafen

Der Transport von Vollcontainern und das Entladen der Binnenschiffe sind die Hauptaufgaben des SANY Reach Stacker SRSC4531G im Hamburger Container-Depot der PROGECO Deutschland GmbH in Hamburg.

Der Transport von Vollcontainern und das Entladen der Binnenschiffe sind die Hauptaufgaben des SANY Reach Stacker SRSC4531G im Hamburger Container-Depot der PROGECO Deutschland GmbH in Hamburg.

Viele große Karrieren, wie die der Beatles, begannen in Hamburg. Viele große Unternehmer kommen ebenfalls aus Deutschlands Hafenmetropole und starteten von dort ihre wirtschaftlichen Erfolge. Hier will sich nun auch der Containerhandler- und Reach Stacker-Hersteller SANY einreihen: Schon bald sollen die Stapler aus dem Hause SANY zu den meist gesichteten Hafenmaschinen in Hamburg zählen. So jedenfalls stellen es sich die SANY Verantwortlichen vor und bauen dafür Maschinen, die jeglichem Vergleich standhalten.

„Wir müssen nicht genauso gut sein wie die anderen. Wir müssen besser sein“, weiß Paolo Dazi, Geschäftsführer Vertrieb bei Sany Germany. „Wir sind ein europäisches Unternehmen mit chinesischen Wurzeln und räumen seit nunmehr drei Jahren mit den entsprechenden Vorurteilen auf. Wir überprüfen und verbessern ständig unsere Maschinen und unseren Service. Selbst die kleinsten Mängel werden direkt in der Produktion ausgemerzt.“

SANY Germany besteht nicht nur aus Büros und Vertriebsleuten. SANY Germany produziert seit dem letzten Jahr Reach Stacker und ab nächstem Jahr Schwerlaststapler und Leercontainerstapler in Bedburg bei Köln. Die Komponenten kommen bis auf Rahmen, Kabine und Ausleger von europäischen Zulieferern.

Der erste Reach Stacker mit Ziel Hamburger Hafen verließ das Rheinland Richtung Norden im Oktober 2013 zum Container Management- und Logistikunternehmen PROGECO. Drei Monate zuvor zog PROGECO innerhalb Hamburgs von Wilhelmsburg zum Ellerholzdamm um und geht dort nun auf 65.000 Quadratmetern seinem Geschäft nach: Der Reparatur und Einlagerung von Leercontainern. 44 Festangestellte und acht Werksvertreter kümmern sich um die zumeist leeren Container, die das Erscheinungsbild auf dem Betriebsgelände eindeutig prägen. Überall Container. Einzeln oder zu Türmen aufgestapelt. 9500 TEU umfasst die Lagerkapazität und – auch wenn es sich ein Laie bei dem Gewimmel und Gewusel nicht vorstellen kann – dies nur, weil alles genau organisiert und disponiert wird. (TEU ist die standardisierte Einheit zur Beschreibung der Ladekapazität beim Containertransport. Ein TEU entspricht einem 20-Fuß-ISO-Container.)

„Wir schlagen hier 10.000 Container im Monat um, das heißt, dass wir unser Lager monatlich komplett einmal drehen“, erklärt der Geschäftsführer von PROGECO, Jörg Diedrichsen. „Unser Hauptgeschäft ist das Handling, Lagern und die Reparatur von Leercontainern. Und wir sind seitdem wir unseren neuen Standort hier bezogen haben das einzige Tide unabhängige Depot.“ Was Diedrichsen meint, wird einem Besucher erst auf dem zweiten Blick deutlich: Eine große breite Zufahrtsstraße, ein Schienenanschluss sowie eine eigene Anlegestelle am Kanal. Wenn die Gezeiten einsetzen und die Ebbe kommt dann ist, banal gesprochen, auch vielerorts im Hamburger Hafen Ebbe mit dem Containerhandling. Nur am Ellerholzdamm wird dann noch weiter ent- und beladen. Und nicht nur die Container, die über Land per Bahn und LKW eintreffen, sondern auch Binnenschiffe, die direkt am eigenen Kai gelöscht werden.

„Das ist mittlerweile ein Geschäft, das richtig Spaß macht und gut läuft. Denn die Terminals fertigen die kleinen Binnenschiffe nur ungern ab und lassen sie deshalb lange warten. Die Binnenschiffer mit Ihren im Schnitt 68 TEU dagegen müssen den gleichen Preis bezahlen wie die großen Containerschiffe. Da kommen die lieber zu uns. Hier gibt es keine Wartezeiten und bei uns kostet eine Containerentnahme nur ein Drittel des Terminalpreises“, erklärt Diedrichsen. Der Hafen Braunschweig ist mittlerweile ein fester Kunde für die Anlieferung von Leercontainern. Da dort mehr Import- als Exportware umgeschlagen wird, müssen die Leercontainer regelmäßig nach Hamburg verschifft werden, um in Braunschweig Platz zu schaffen.

Das Entladen der Binnenschiffe und der Transport von Vollcontainern sind die Hauptaufgaben des SANY Reach Stacker SRSC4531G, da er als einziger Reach Stacker bei PROGECO in der Lage ist, die Binnenschiffe vom Kai aus zu entladen. Die Ferrari Leercontainer Reach Stacker des Unternehmens besitzen nicht genug Resttragkraft, um die Container vom Schiff zu hieven. Also muss hier der gelbe Riese aus Bedburg ran.

„Der SANY Reach Stacker gehört eindeutig zu den Topmaschinen“, ist sich Thomas Sengpiel von der Firma FSH sicher. Die Flurförderfahrzeuge Service & Handels GmbH aus Langenfeld, hat sich den bundesweiten Vertrieb und Service der SANY Hafenprodukte gesichert, denn, so Sengpiel: „ Die Produkte sind richtig gut.“ Und tatsächlich: Der SANY Reach Stacker lässt nichts vermissen. Volvo-Motor, Dana-Getriebe, Kessler-Achsen, das komplette Sicherheitspaket mit Rundum-Kameras, mit Anti-Tipping und Load Sensing Systemen, redundantem CAN Bus und allem, was dem Fahrer und Servicetechniker das Leben leichter macht. Bewährte und europäische Technik, zusammengebaut und gefinisht im Rheinland und anschließend mit dem SANY-Logo versehen.

Auch Jörg Diedrichsen weiß nur Gutes über den Reach Stacker zu berichten: „SANY – das Wort klingt schon gut“, sagt der Geschäftsführer, „und der Stapler verrichtet auch seine Arbeit präzise und zuverlässig. Wir arbeiten im Drei-Schichtbetrieb mit vier verschiedenen Fahrern für den SANY und mir hat noch keiner etwas Negatives berichten können. Wenn die Leercontainerstapler, die ab nächstem Jahr kommen sollen, genauso gut sind, werden wir wohl auch diese testen.“

 

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