UniCarriers: Guter Service verbessert Co2-Bilanz

Wie groß der ökologische Fußabdruck eines Lagers oder Materialflusses in einem Unternehmen ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Und an ebenso vielen Stellschrauben lässt sich drehen, um die CO2-Bilanz zu verbessern. So sinkt die Emissionsmenge etwa beim Einsatz von Elektrostaplern statt Fahrzeugen mit herkömmlichem Antriebsmotor. Ebenso können Unternehmen mit umweltfreundlicheren Heiz- und Beleuchtungssystemen in Staplern und Gebäuden Energie einsparen. Aber auch die Wahl des Servicepartners nimmt Einfluss auf den ökologischen Fußabdruck – wie er sich an dieser Stellschraube verkleinern lässt, erklärt der international tätige Flurförderzeughersteller UniCarriers an einem Beispiel.

Um ihre CO2-Bilanz zu verbessern, sollten Unternehmen, die Stapler in ihrem Logistikbetrieb einsetzen, bei der Wahl eines Servicepartners genau hinschauen. Denn eine hohe First Visit Fix Rate (FVFR) trägt entscheidend zu einem umweltfreundlichen Logistikbetrieb bei. Die FVFR beschreibt die Quote der Servicebesuche, bei denen der Servicetechniker das Problem am Fahrzeug schon beim ersten Besuch löst – ohne dass er benötigte Teile bestellen oder aus einem Lager beschaffen und noch einmal wiederkommen muss. Wieso ist diese Quote entscheidend? Ganz einfach: Ein Servicepartner mit einer höheren FVFR benötigt weniger Fahrten von seinem Standort zum Unternehmen, um den Stapler zu reparieren. Eine niedrigere FVFR bedeutet, dass mehr Fahrten anfallen. Bei einer großen Flotte, die regelmäßig gewartet werden muss, summieren sich diese zusätzlichen Fahrten auf und können mit Blick auf Zeit und CO2-Emissionen kostspielig werden.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Im Vergleich stehen zwei Servicedienstleister für Gabelstaplerreparaturen – Dienstleister A mit einer FVFR von 95 Prozent und Dienstleister B, der eine FVFR von 85 Prozent aufweist. A löst also in 95 Prozent der Fälle das Problem am Gabelstapler schon beim ersten Besuch, B muss in 15 Prozent der Fälle ein zweites Mal kommen. Beide Dienstleister arbeiten für ein Unternehmen, das über eine Flotte von 100 Flurförderzeugen verfügt. Jedes Fahrzeug fällt pro Jahr zweimal unvorhergesehenen aus, was zu insgesamt 200 Serviceanfragen pro Jahr für jeden Dienstleister führt. Dabei wird davon ausgegangen, dass Faktoren wie die durchschnittliche Fahrstrecke pro Serviceeinsatz und der Kraftstoffverbrauch des Servicewagens für beide Dienstleister gleich sind.

Aber wie lässt sich eine hohe FVFR erreichen? Natürlich spielt hier das Personal eine Rolle, denn gut geschulte und motivierte Servicekräfte tragen zu einer schnellen Problemlösung bei. Doch von viel grundlegenderer Bedeutung ist schon das Konstruktionsprinzip der Fahrzeuge. Der Flurförderzeugentwickler UniCarriers setzt auf eine modulare Bauweise seiner Modelle – und erreicht damit eine FVFR von 95 Prozent. Vom Niederhubwagen über den Kommissionierer bis zum Gegengewichtsstapler – die Fahrzeugpalette deckt alle Arbeitsschritte in einem modernen Lager ab. Aber gleichzeitig basieren alle Modelle auf den gleichen Modulen und Komponenten, die sich immer wieder unterschiedlich kombinieren lassen.

So muss der Servicedienstleister weniger unterschiedliche Komponenten auf seinen Servicefahrten mitführen, braucht dafür weniger Platz und damit einen kleineren Wagen mit niedrigerem Kraftstoffverbrauch – und hat mit höherer Wahrscheinlichkeit das passende Ersatzteil bereits dabei.

Unternehmen legen also schon mit der grundlegenden Konzeption ihrer Staplerflotte den Grundstein für eine umweltfreundliche Logistik. Spätestens aber bei der Wahl eines Servicedienstleisters mit einer besseren FVFR lässt sich die CO2-Bilanz des Serviceprozesses um fast 10 Prozent reduzieren. Das kann ein entscheidendes Argument für Unternehmen sein, die sich um die Umwelt sorgen oder eine unternehmensweite Umweltrichtlinie einzuhalten haben.

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