Unitechnik: Automatisierte Fachoptimierung im intelligenten Hochregallager

1-c-d-waelzholz-kg-unitechnik-systems-gmbhTechnologiesprung von 1994 bis heute in nur vier Tagen: Das war der Auftrag der C.D. Wälzholz KG an die Unitechnik Systems GmbH. Die Modernisierung des Hochregallagers hinsichtlich Steuerungs- und Automatisierungstechnik inklusive Sensorik und Schaltschränken sowie Lagerverwaltungssystem und eines neuen ausfallsicheren Servers galt es in maximal 96 Stunden umzusetzen. Mit Erfolg: Das Retrofit fand reibungslos und plangemäß statt. Nun verfügt C.D. Wälzholz über ein hochmodernes Automatiklager, in dem Ein- und Auslagerungsprozesse um circa 25 Prozent schneller ablaufen und dessen Kapazitäten um bis zu zehn Prozent erhöht wurden.

Das 1829 gegründete Familienunternehmen C.D. Wälzholz mit Sitz in Hagen beschäftigt weltweit 1.900 Mitarbeiter. An neun Produktionsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien produziert der Marktführer mehr als 600.000 t hochwertige kaltgewalzte Stahlbänder und -profile pro Jahr. Mit einem breiten Spektrum an Stahlwerkstoffen bietet C.D. Wälzholz passgenaue Lösungen für Kunden aus der Automobilindustrie, der Energiegewinnung und dem Industriegüterbereich wie Herstellern von Baumaschinen, Elektrogeräten und Schneidwerkzeugen. Hochfeste Bandstähle aus Wälzholz-Produktion findet man etwa in Stahlstrukturen von Fahrzeugsitzen (Sitzschienen), martensitisch vergüteter Bandstahl aus dem Hause C.D. Wälzholz wird zum Beispiel zu Messern und Sägeblättern verarbeitet und Elektroband ist wichtiger Bestandteil von Elektromotoren, Transformatoren und Generatoren. Geliefert wird der gewalzte und geschnittene Stahl in großen Rollen, sogenannten Coils, die bis zum Versand in einem Hochregal eingelagert werden.

Das zweigassige Hochregallager (HRL) ist in vier Regalzeilen und 38 Regalspalten eingeteilt. Die Lagerplätze sind in ihrer Höhe flexibel ausgerichtet – der Bandstahlhersteller unterscheidet drei Höhencluster der Coils. Diese werden auf Holz palettiert und auf Systempaletten gelagert. In den vergangenen Jahren hat das stahlverarbeitende Unternehmen mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Hagen einen deutlichen Anstieg des Versandaufkommens verzeichnet. Die Bestellintervalle werden immer kürzer, da die Kunden von C.D. Wälzholz ihre Bestände auf ein Minimum reduzieren. Angesichts wachsender Kundenanforderungen und eines Exportanteils von über 50 Prozent muss C.D. Wälzholz den Versand äußerst flexibel und schnell abwickeln. Die Steuerungstechnik des HRL stammte aus den frühen neunziger Jahren und wurde den steigenden Anforderungen nicht mehr gerecht.

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