Quo Vadis, CeMAT? – Ein Kommentar

Manfred SManche Menschen sind felsenfest davon überzeugt, immer alles richtig zu machen. Sie halten ihr Wirken und Tun für das Maß aller Dinge und ihre Entscheidungen für unantastbar.

Leider ist es oft so, dass man das Gegenteil erst beweisen kann, wenn diese Menschen ihre Entscheidung durch- und umgesetzt haben. Das hat aber auch den Vorteil, dass man als Kritiker auf den Olymp der Besserwisser klettern und von dort laut rufen kann: „Ich habe es gewusst!“ Hat alles funktioniert, schweigt man einfach und outet sich nicht als Fehlseher.

Also warten wir ab, ob die neue CeMAT (alle zwei Jahre vier Tage Messe) greifen wird und wer nachher die Nase vorne hat: Die Deutsche Messe oder deren Kritiker. Spätestens nach dem 3. Juni 2016 wissen wir mehr.

2014, so lesen wir im CeMAT After Show report, waren 53.000 Besucher da, das sind 30.000 Menschen weniger als jeden Samstag zu den Heimspielen von Borussia Dortmund in den Signal Iduna Park strömen. 80 Prozent der Messebesucher seien Entscheider. Das macht 42.400 potentielle Käufer. An gleicher Stelle steht, dass es 1,7 Millionen Businesskontakte gegeben habe. Zahlenmenschen kommen jetzt zu dem statistischen Wert von rund 40 Businesskontakten je Entscheider. Wenn man einen Businesskontakt als Gespräch von mindestens 15 Minuten definiert – weniger wäre sozusagen ein one-minute-stand ohne nachhaltigen Wert – hätte ein Besucher, der nur einen Tag bleibt, zehn Stunden pausenlos geschäftlich kommuniziert. Wie gesagt, rein theoretisch. Und außerdem denken so eh nur Statistiker. Mir jedenfalls hat die Messe als Event gefallen, aber zwischen gefallen und lohnen können schon Mal Millionen liegen.

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